Weiterlesen: Jana Papenbroock & Max Martens: Byebye Cowboy Hello Cow
Residenz: April - Juni 2019

Nicht aufeinander zugehen, sondern einen Weg finden, schreibt Fernand Deligny. Es geht nicht um eine neue Erde, sondern um Flöße.


Byebye Cowboy Hello Cow ist ein experimentelles Hörspiel, das sich mit der Poetik von neurountypischen Seinsweisen beschäftigt. Das Hörspiel nimmt als Ausgangspunkt die radikale Gemeinschaft des Dichters, Filmemachers, Psychiaters und Schriftstellers Fernand Deligny, der in den Bergen Südfrankreichs in einer selbstverwalteten Gemeinschaft von Kindern mit Autismus, KünstlerInnen, StudentInnen und DichterInnen lebte.


Als kollektive Produktion von neurodiversen KünstlerInnen und PsychiaterInnen schafft das Hörspiel eine gegenwärtige, utopische Gemeinschaft, welche die Grenzen zwischen unterschiedlichen Seinsweisen politisiert und verschiedene poetische Sprech- und Denkweisen offenlegt. Deligny fragte nicht danach, wie wir vorgeblich Normalen „inkludieren“ können, sondern wie wir zu diskriminieren aufhören und was wir voneinander über die Kunst zu leben erfahren können.