Weiterlesen: Mootpoint Collective
Residenz: November

TIEFSCHLAG

Das Projekt „Tiefschlag“ ist von der Geschichte des Sinti Boxers Johann Trollmann (Rukeli) inspiriert und benutzt sie als Ausgangspunkt, um die Geschichten von "Holocaust Boxern“ zu recherchieren.

Die Geschichten dieser Boxer werden in einen intertextuellen und imaginären Boxring gebracht, um die Komplexität des Boxens in KZs und Ghettos zu examinieren und die mehrfachen Ebenen von Gewalt zu analysieren.

Ein Teil der Recherche wird sich mit der langen Tradition des Blutsports als Spektakel in Kirmes, Zirkus, Freakshows und Pop Culture befassen. Die Recherche wird durch persönlichen Kontakt und Diskussionen mit den betroffenen Communities ergänzt.

Die Geschichten von Boxern aus verschiedenen Minoritäten werden im Raum ausgestellt und sollen die Diskussion über die unterschiedlichen Versionen von Erinnerungen starten, die häufig als miteinander konkurrierend dargestellt werden. Diese Konkurrenz soll durch Michael Rothbergs Theorie über „Multidirectional Memory“ und durch Lawrence Langers Theorie über „Choiceless Choices“ betrachtet werden.

Die Gruppe setzt sich damit auseinander, was ein „Mahnmal“ sein konnte. Die Resultate dieser Auseinandersetzung, werden in Form einer Lecture Performance präsentiert.

Als parallele Aktionen zur Recherche, werden ein Workshop mit dem Titel „(Self)Reflections on the History and Memory of National Socialism“, drei Filmabende und eine Erinnerungsinstallation an die Reichskristallnacht organisiert.

Special Thanx: Hanna Cassorla, Sara Shalom, Gabi Razon, Manuel Trollmann

.-Mootpoint Collective
Fanis Gioles (Performative Installation)
Anthoula Bourna (Performative Installation)
Maria Chatzidimou (Dramaturgie, Recherche, Skript)
Dennis Metaxas (Performative Installation, Dramaturgie)

Wir sehen uns als eine Gruppe von diversen Personen mit unterschiedlichen Identitäten und verschiedenen kulturellen und politischen Hintergründen. Alle diese Faktoren fließen bewusst und unbewusst in unseren kreativen Prozess ein. Unsere Intention ist es Dinge zu erschaffen und uns ist dabei sehr wichtig, dass wir uns unserer Privilegien bewusst sind und wir niemals in Anspruch nehmen werden, die Erfahrungen von alle Minoritäten zu verstehen. Wir möchten unsere Privilegien nutzen, um die Stimmen unterrepräsentierter Gruppen zu verstärken und Vorurteile zu bekämpfen. Wir begrüßen es daher, wenn Kritik an uns herangetragen wird, sei es aufgrund einer problematischen Darstellung oder fehlender Perspektiven in der Darstellung.

Dieses Projekt wird durch das Residenzprogramm des Fleetstreet Theaters Hamburg, der Freien und Hansestadt Hamburg, der Hamburgischen Kulturstiftung und der Rudolf Augstein Stiftung unterstützt.

Die Recherche und Verfassen des Skripts wird durch die Hamburger Zukunftsstipendien für Bildende Kunst und Literatur der Behörde für Kultur und Medien in Zusammenarbeit mit der Hamburgischen Kulturstiftung und dem Berufsverband bildender Künstler*innen Hamburg unterstützt.

(SELBST)REFLEKTIONEN ÜBER DIE GESCHICHTE UND ERINNERUNG DES NATIONALSOZIALISMUS

Samstag, 12.11.2021, 11:00 AM,

Fleetstreet Theater, Admiralitätstraße 71, 20459 Hamburg,

2G

Dieser Workshop ist eine Einladung an alle Personen, die sich bereits mit Themen der NS Zeit befassen oder den Wunsch haben sich zukünftig damit zu befassen. Das Bedürfnis nach einem Workshop wurde klar formuliert während unserer eigenen Arbeit mit der Geschichte und Erinnerung der Holocaust Boxer. Durch interaktive Methoden wollen wir über unsere Einsicht auf Geschichte und Erinnerung reflektieren und überlegen, wie diese unsere künstlerische, wissenschaftliche Arbeit oder tägliche Praxis beeinflussen. Der Workshop findet auf Englisch statt, aber gerne helfen wir, falls Übersetzung erwünscht ist. Wir wollen einen Safe Space schaffen und erhalten, in dem alle respektiert werden und es keinen Platz für Antisemitismus, Antiziganismus oder Sexismus gibt.

Wenn Sie teilnehmen wollen, senden Sie bitte Ihre Anmeldung per E-Mail bis Freitag, 12.11.2021 an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Unser Veranstaltungsprogramm

9. November 2021

Erinnerungsinstallation

 

10. November 2021

19:00 Uhr

Triumph of the Spirit (1989), Robert M. Young 3G

 

11. November 2021

19:00 Uhr

Young Victor Perez (2013), Jacques Ouaniche 3G

 

12. November 2021

11:00 bis 16:00 Uhr

Workshop (Self)Reflections on the History and Memory of National Socialism 2G

 

17. November 2021

19:00 Uhr

The Boxer and the Death (1963), Peter Solan 3G

 

28. November 2021

18:00 Uhr

Tiefschlag: Ein Mahnmal für „Holocaust Boxer“

Performance 2G

 

Dieses Projekt wird durch das Residenzprogramm des Fleetstreet Theaters Hamburg, der Freien und Hansestadt Hamburg, der Hamburgischen Kulturstiftung und der Rudolf Augstein Stiftung unterstützt.

Die Recherche und Verfassen des Skripts wird durch die Hamburger Zukunftsstipendien für Bildende Kunst und Literatur der Behörde für Kultur und Medien in Zusammenarbeit mit der Hamburgischen Kulturstiftung und dem Berufsverband bildender Künstler*innen Hamburg unterstützt.

Weiterlesen: Saloon Salon
Residenz: Oktober 2021

Die Ausstellungseröffnung steht kurz bevor und das Filmteam ist mit dem Aufbau des Bühnenbilds so beschäftigt, dass es gar nicht bemerkt wie die Matte Painter, die Dolly Grip und die Kulissenplastikerin gemeinsam eine Verschwörung planen. Ihr Ziel: das Filmset zu übernehmen, um sich selbst als marginalisierte Arbeiterinnen hinter den Kulissen ins Rampenlicht zu rücken - eine Aktion als ultimativer Akt der Kunst.

Für die zweite Folge trifft sich der Saloon Salon in der Fleetstreet. Indem die Mitglieder die ersten Versuche von Spezialeffekten im Film nachahmen, loten sie Grenzen und Möglichkeiten des Raumes aus. Sie schlüpfen in die Rollen von Kulissenarbeiter*innen. Die Hauptdarstellerin der Szene ist allerdings eine Miniatur des Raums. Sie funktioniert als Bühne, auf der eine Ausstellungseröffnung mit Beiträgen von eingeladenen Künstler*innen stattfindet wird. Im Verlauf des Drehs wird das Modell zu einer Plattform, die das Unmögliche möglich macht.

Salon Saloon ist ein künstlerisches Gemeinschaftsprojekt, das den Bereich der offenen partizipativen Skulptur untersucht. Der erste Salon Saloon wurde 2019 in der frappant Galerie abgehalten. Initiiert von Sarah Drath, Mona Hermann, Saskia Senge, Gesa Troch und Nina Zeljković.

SALOON SALON REDUX

Prolog: Samstag, 23.Oktober 2021 16:00
Auflösung: Samstag, 30. Oktober 2021 16:00

 

Für den Besuch gilt das 3G-Modell. Bitte bringen Sie einen Nachweis mit.
Zudem gilt die übliche Masken-Pflicht und das Einhalten eines Mindestabstandes in den Innenräumen.

 

MIT
Production Designer: Sarah Drath
Prop Master: Mona Hermann
SFX Supervisor: Stefan Hübner
Set Designer: Johanna Joe Landt
Exec. Producer: Saskia Senge
Matte Painter: Gesa Troch
Dolly Grip: Nina Zeljković

 

SPECIAL GUESTS:
Sofus Keiding Agger
Sikker August
Felix Boekamp
Sungeun Claire Choi & Wonek Lee
Saray Purto Hoffmann
Denis Kudrjašov
Jáno Möckel
Stephanie Senge
Michael Sullivan
Nino Svireli
Radoš Vujaklija
Alexandra Wanderer
und andere.

 

 

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Weiterlesen: Nguyen Phuong-Dan
Residenz: August 2021

dispari ist ein von Nguyen Phuong-Dan betriebenes Label und eine Plattform für auditive Publikationen und Performances an wechselnden Orten. Interdisziplinäre Kollaborationen stehen dabei besonders im Fokus. Nguyen Phuong-Dan hat die Hamburger Künstlerin TinTin Patrone sowie den Pariser Produzenten D.K. für einen Monat in das Theater eingeladen um gemeinsam ein Konzept für eine Veröffentlichung auf dispari zu entwickeln.

Weiterlesen: Am Ertl, Natal Igor Dobkin und Rahel Crawford Barra
Residenz: Juli 2021

Einladung

zu einem offenen Studio und Praxis-Sharing rund um das Thema Queer Bodybuilding

Wir, Am Ertl, Natal Igor Dobkin und Rahel Crawford Barra, haben die letzten vier Wochen in der Residenz des Fleetstreet Theaters damit verbracht, queere Ansätze zum Thema Bodybuilding zu erkunden.

Wir kamen aus verschiedenen Disziplinen der darstellenden Künste zusammen: ein Tänzer*in, ein Drag King, ein Boxer*in, um uns mit dem Thema Bodybuilding zu beschäftigen. In diesen Wochen gaben wir uns verdrehten Imitationen hin, imaginären Touren durch Sci-Fi-Körper, Muskelmodeschauen, Selbstbefragungen, Aufführungen verletzlicher Muskeln und spielten mit dem Klang von Stärke und Zerbrechlichkeit.

Zum Abschluss unserer Residency würden wir euch gerne zu einem Abend mit Praxis-Sharing, Gedanken-Sharing und einer Mini Muscle Drag Show einladen.

Wir laden euch ein, mit uns in der Protein Bar zu plaudern, eure eigenen frisch gezeichneten und geformten echten und unechten Muskeln zu bewegen und gemeinsam nachzudenken: Was wird als Stärke wahrgenommen, welche Körper können Muskeln und Dehnungen ausführen? Wer darf sich ausruhen, wessen Kraftdarstellung gilt als 'echt'?

Am Donnerstag, den 29. Juli von 18 bis 22 Uhr begrüßen wir euch im Fleetstreet an unserer Proteinbar, mit Shakes, Sekt und Limonade (Spende willkommen). Bitte sendet eine kleine Nachricht an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, um euch für die Veranstaltung anzumelden und bringt ein negatives Testergebnis oder euren Impfpass mit.

Wenn du hast, kannst du gerne Schminkstifte und -farben, Strümpfe, Luftballons oder andere Materialien mitbringen, mit denen du Lust hast dein Fake Muscle zu entwickeln - einige werden wir auch zur Verfügung stellen (Spenden willkommen).

Wir freuen uns darauf, euch dort zu sehen,
Am, Igor & Rahel

Weiterlesen: Segundo Bercetche
Residenz: Mai - Juni 2021

Der argentinische Musiker und Filmemacher Segundo Bercetche entwickelt gemeinsam mit der Künstlerin Annika Kahrs ein Projekt, das sich mit den Häfen von Buenos Aires und Hamburg auseinandersetzt.

Im Juni wird Segundo Bercetche sowohl mit dem argentinischen Trio Lujo Asiático, als auch mit einigen Hamburger Musiker*innen an verschiedenen Musik- und Soundprojekten zusammenarbeiten.

Musikalische Improvisation:

Datum 17. Juni 2021

Uhrzeit: 19.00 Uhr - 22.00 Uhr

Ort: Vor den Türen des Fleetstreet-Theaters, Admiralitätstr. 71, 20459 Hamburg

Weiterlesen: Tin-Yeung Huen: A Glimpse of the Pain from What We've Called Home
Residenz: Residenz April 2021

Tin-Yeung Huen, Choreograf und Tänzer aus Hongkong, arbeitet während seiner einmonatigen Residency im Fleetstreet Theater an einer Recherche über den Schmerz, den ein Ort mit sich bringt, den er "Heimat" nennt.

In "A Glimpse of the Pain from What We've Called Home" untersucht er den Schmerz, den die politischen Unruhen in Hongkong mit sich bringen - nicht nur die herzzerreißende politische Situation, sondern auch den Schmerz, die eigene 'Heimat' zu verlassen und die Überlegungen, wie man sich als Mensch, als Künstler in der Welt positioniert.

Er konzentriert sich in dem Projekt auf die Auseinandersetzung mit Schmerz oder extremen Empfindungen, die die Kraft der Gewalt imitieren. Der Schmerz wird auch ein Simulator für seine Bewegung in seiner Performance sein. 

Huen lädt sein Publikum dazu ein, über das Konzept von "Zuhause" nachzudenken. Wenn es einem selbst oder anderen so viel Schmerz und Leid bringt, ist es dann noch ein Zuhause?

Instagram : @huentinyeung