Weiterlesen: F. Wiesel: BERMUDA
Residenz: Residenz: Juni - Juli 2018

Nachdem F. Wiesel 2017 mit SUPERQUADRA im Fleetstreet Theater nach dem Ende der Architektur suchten, vergrößern sie dieses Mal ihren Maßstab vom Plan hin zur Landkarte.
F. Wiesel nähern sich dem Bermudadreieck: Gefäß aller abhanden gekommenen Objekte der Vergangenheit, Jetztzeit und Zukunft. Sie arbeiten im Sammelbecken des Verschwundenen. Drucken, konstruieren, bauen Schiffsmodelle und Inselgruppen. Ziel ist das Diorama eines Ortes, das am Ende aller Theorien steht. Das Bermuda-Dreieck: Punkt an dem Berichterstattung aufhört, Karten enden und unsere Geschichte beginnt. BERMUDA wird zum Katalysator eines hysterischen Wahrheitsbegriffes. Im Zentrum der Macht findet sich das Reptilienwesen und breitet seine Hyperkarte aus. Alles wird plausibel.

BERMUDA beschäftigt sich mit aktueller Wahrheitsbildung. Umgang mit Informationen fordert zunehmend Kompetenzen u. eigene Analysen. Fake News und manipulierte Netzwerke übermitteln einen nicht endenden Strom an scheinbaren Wahrheiten u. Zusammenhängen. Durch alle Filter hindurch hat das Faktum an sich seine Legitimation verloren. Was ist schon mit Sicherheit kein Fake? Wäre es nicht hilfreicher, wenn es einen Punkt gäbe der das Chaos zusammenhält? Zu wissenschaftlicher Erkenntnis gesellen sich mythologische Konstrukte: Verschwörungstheorien scheinen mitunter legitimer als die Erderwärmung.

In ihrer einmonatigen Recherche untersuchen F. Wiesel Wahrheitsbildung, erstellen eigene Verschwörungstheorien und vermessen unerklärte Kraftfelder in der Alster.

 

TERMIN: "Welcome to Bermuda"

Showing der Rechercheergebnisse

Wann: Sonntag 8. Juli 2018 16-20.00 Uhr

Wo: Fleetstreeet Theater

Weiterlesen: Meyer&Kowski
Residenz: Residenz: Mai bis Mitte Juni 2018

"Unfinished business"

Das Hamburger Theaterduo Meyer&Kowski beschäftigt sich während ihrer
einmonatigen Residenz im Fleetstreet Theater unter dem Titel „unfinished business“ sowohl
mit eigenem als auch fremdem Unfertigem, Zurückgelassenen, Geraubtem, Unvollendetem
und Verdrängtem.

Unser aller Leben sind nicht sauber und ordentlich wie das Foto eines Wohnzimmers in
einem Immobilienprospekt. Wir nehmen uns Dinge vor, nehmen Jobs an, starten
Unternehmen, kaufen Autos und anderes Zeugs, pflanzen Blumen und Bäume, bauen
Häuser, lassen uns auf Beziehungen ein, beginnen Ehen. Und am Ende unserer Leben
sind wir ganz sicher längst nicht mit allem fertig geworden, was wir uns vorgenommen
haben.

Den Kern der Residenz bildet eine zweiwöchige Arbeitsphase und Wiederbegegnung mit
dem britischen Theaterregisseur Dan Jemmett, ein langjähriger Wegbegleiter Marc von
Hennings aus der gemeinsamen Zeit bei der Londoner Theatercompagnie
Primitive Science.

In der zweiwöchigen Recherche beschäftigen sich Meyer&Kowski unter dem Titel : All the
paintings in the world mit dem Werk des britischer Schriftstellers, Malers und
Kunstkritikers John Berger (1924 - 2017)