Read more: Szenische Lesung
Residenz-Rückblick: 18. Juni 2019 um 19.00 Uhr im Fleetstreet-Theater

Das Stück, das aus der Historie radikaler Texte der Anti-Psychiatrie-Bewegung hervorgeht, ist eine Umkehrung des üblichen Machtverhältnisses zwischen Psychiatern und ihren Patienten. Hier sind es die Patienten, die die Psychologie ihrer Psychiater analysieren und ein dunkles und ethnologisch noch wenig erforschtes Gebiet beleuchten.
Verschiedene Künstler und Schriftsteller, die die Psychiatrie erfahren haben, teilen ihre persönlichen Fazits über ihre Psychiater mit und drücken gleichzeitig ihre politischen Forderungen und Bedenken gegenüber der Gesellschaft als Ganze aus.

Mit Referenzen zu Schriften über Psychiater von u. A. Aby Warburg, Dietmar Kamper, Otto E. Rössler, Antonin Artaud, das Sozialistische Patientenkollektiv, Jean-Paul Sartre, Rainald Götz, Ernst Herbeck, Kate Millett, Rolf Dieter Brinkmann, Richard Sennett, Jürgen Habermas, Eva Illouz und Luise Boege, ist der Text eine Mischung aus anonymen Patienten-Aussagen sowie essayistischen und fiktiven Erzählungen.

Ausschnitt:
„Meine Psychiaterin und ich teilten keinen Blick. Sie wirkte wie eine nicht angeknipste Glühbirne. Auskennerisch, ohne etwas verstanden zu haben. Sie sagte immer wieder, „wie Sie verstehen, wie Sie sicherlich verstehen können“. Sie war total professionell deformiert. Irgendwie nur halb geboren.“

Read more: Jana Papenbroock & Max Martens: Byebye Cowboy Hello Cow
Residenz-Rückblick: April - Juni 2019

Nicht aufeinander zugehen, sondern einen Weg finden, schreibt Fernand Deligny. Es geht nicht um eine neue Erde, sondern um Flöße.


Byebye Cowboy Hello Cow ist ein experimentelles Hörspiel, das sich mit der Poetik von neurountypischen Seinsweisen beschäftigt. Das Hörspiel nimmt als Ausgangspunkt die radikale Gemeinschaft des Dichters, Filmemachers, Psychiaters und Schriftstellers Fernand Deligny, der in den Bergen Südfrankreichs in einer selbstverwalteten Gemeinschaft von Kindern mit Autismus, KünstlerInnen, StudentInnen und DichterInnen lebte.


Als kollektive Produktion von neurodiversen KünstlerInnen und PsychiaterInnen schafft das Hörspiel eine gegenwärtige, utopische Gemeinschaft, welche die Grenzen zwischen unterschiedlichen Seinsweisen politisiert und verschiedene poetische Sprech- und Denkweisen offenlegt. Deligny fragte nicht danach, wie wir vorgeblich Normalen „inkludieren“ können, sondern wie wir zu diskriminieren aufhören und was wir voneinander über die Kunst zu leben erfahren können.

Read more: Louis d'Heudieres
Residenz-Rückblick: Januar - Februar 2019

Louis d'Heudieres ist ein Komponist, der seit 2006 in London lebt.

Zu den Themen, die Louis in seiner Arbeit untersucht, gehören menschliche Gedanken und Körper als akustische/kognitive Filter, Verwundbarkeit und Misserfolg in Konzerten sowie persönliche Beziehungen zu Musikstücken. Derzeit promoviert er an der Bath Spa University. 

www.louisdheudieres.com

Read more: The Voice of Shannon
Residenz-Rückblick: Residenz November 2018

Eine Installation von Clara Alisch und Kevin Westphal alias Power, Corruption and Lies

Mit The Voice of Shannon widmen sich Clara Alisch und Kevin Westphal der individuellen Wahrnehmung von Arbeit: zwischen Verantwortung und Eskapismus, Motivation und Langeweile, Macht und Moral. Und sie widmen sich Shannon. Shannon wollte zwar nie die große Bühne, aber zumindest muss er das Publikum nicht sehen.

 

Vernissage am Do., 22. November um 18 Uhr

Ausstellung vom 23. November 2018 bis 29. November 2018

im Fleetstreet Theater Hamburg

Öffnungszeiten: Do. bis Do. 12 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung

 

 

Read more: Niels Wehr
Residenz-Rückblick: September bis Oktober 2018

PROMETHEUS LYOMENES AIR 

Mit PROMETHEUS LYOMENES AIR begibt sich Niels Wehr in die seit über 2000 Jahren andauernde Tradition eines Weiterschreibens des Prometheus-Mythos. Ausgehend vom nur 12-zeiligen Aischylos-Fragment Prometheus Lyomenes (Der entfesselte Prometheus) wird mit diesem Performanceprojekt die prädramatische Kraft des Chores neu befragt und ausgehandelt.


Zum Abschluss der Recherchephase für die 2019 im Staatstheater Darmstadt zur Uraufführung kommenden Performance präsentieren Niels und sein Team im Rahmen einer Residenz im Fleetstreet Theater Hamburg eine offene Preview.

 

Offene Preview:

Samstag, 20.10.2018

20:00 Uhr

Fleetstreet Theater, Admiralitätsstraße 71, 20459 Hamburg

 

Regie und Performance: Niels Wehr
Technologie und Video: Roman Kuskowski
Sound: Benedikt Ellebrecht

Read more: Katharina Haverich und Christopher Hotti Böhm
Residenz-Rückblick: August - September 2018

Im Rahmen ihrer Residenz im August und September 2018, zeigen Katharina Haverich und Christopher Hotti Böhm, am 6.9 von 21.30 - 22.30 Uhr mit "He wolf /She Man", erste Eindrücke ihrer gemeinsamen Arbeit. Diese wird im Rahmen von BAM! Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Ende September uraufgeführt:

Auf diesem düsteren Spielplatz entfaltet sich eine Psychogeografie körperlicher Paarbeziehungen. Durch eine Kette von Behandlungen und Zurichtungen verstören sich Mann und Frau gegenseitig ihre Gestalten. Unterdrückte Ängste und Begierden initiieren wortlose Transformationsprozesse zwischen Zartheit und Gewalt. Schwere Sounds, in denen sich organisches Atmen mit Maschinellem mischt, bestimmen Dynamik und Atmosphäre.

Katharina Haverich (Konzept / Design) und Christopher Hotti Böhm (Komposition / Maschinen) arbeiten für "He Wolf / She Man" erstmals zu zweit.

Eine Produktion von „BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater“
Erste Erarbeitungsphase im März 2017 im Rahmen des Residenzprogramms von AADK Spain

Gefördert von Fleetstreet Residenz, Goethe-Institut, Rudolf Augstein Stiftung und Hamburgische Kulturstiftung

Read more: Power, Corruption & Lies:
Residenz-Rückblick: 15. Juli bis 11. August 2018 (Teil 1 der Residenz)

 

Eine Firma wird beauftragt, sich ein Bild der Lage zu verschaffen, nennen wir sie „PCL Control“. PCL Control und seine Angestellten schlagen auf der Fleetinsel auf und beginnen sogleich mit einer lückenlosen Bestandsaufnahme des Areals. Die Augen der Firma sind überall, aber überparteilich und unvoreingenommen.

Read more: F. Wiesel: BERMUDA
Residenz-Rückblick: Residenz: Juni - Juli 2018

Nachdem F. Wiesel 2017 mit SUPERQUADRA im Fleetstreet Theater nach dem Ende der Architektur suchten, vergrößern sie dieses Mal ihren Maßstab vom Plan hin zur Landkarte.
F. Wiesel nähern sich dem Bermudadreieck: Gefäß aller abhanden gekommenen Objekte der Vergangenheit, Jetztzeit und Zukunft. Sie arbeiten im Sammelbecken des Verschwundenen. Drucken, konstruieren, bauen Schiffsmodelle und Inselgruppen. Ziel ist das Diorama eines Ortes, das am Ende aller Theorien steht. Das Bermuda-Dreieck: Punkt an dem Berichterstattung aufhört, Karten enden und unsere Geschichte beginnt. BERMUDA wird zum Katalysator eines hysterischen Wahrheitsbegriffes. Im Zentrum der Macht findet sich das Reptilienwesen und breitet seine Hyperkarte aus. Alles wird plausibel.

BERMUDA beschäftigt sich mit aktueller Wahrheitsbildung. Umgang mit Informationen fordert zunehmend Kompetenzen u. eigene Analysen. Fake News und manipulierte Netzwerke übermitteln einen nicht endenden Strom an scheinbaren Wahrheiten u. Zusammenhängen. Durch alle Filter hindurch hat das Faktum an sich seine Legitimation verloren. Was ist schon mit Sicherheit kein Fake? Wäre es nicht hilfreicher, wenn es einen Punkt gäbe der das Chaos zusammenhält? Zu wissenschaftlicher Erkenntnis gesellen sich mythologische Konstrukte: Verschwörungstheorien scheinen mitunter legitimer als die Erderwärmung.

In ihrer einmonatigen Recherche untersuchen F. Wiesel Wahrheitsbildung, erstellen eigene Verschwörungstheorien und vermessen unerklärte Kraftfelder in der Alster.

 

TERMIN: "Welcome to Bermuda"

Showing der Rechercheergebnisse

Wann: Sonntag 8. Juli 2018 16-20.00 Uhr

Wo: Fleetstreeet Theater

Read more: Meyer&Kowski
Residenz-Rückblick: Residenz: Mai bis Mitte Juni 2018

"Unfinished business"

Das Hamburger Theaterduo Meyer&Kowski beschäftigt sich während ihrer
einmonatigen Residenz im Fleetstreet Theater unter dem Titel „unfinished business“ sowohl
mit eigenem als auch fremdem Unfertigem, Zurückgelassenen, Geraubtem, Unvollendetem
und Verdrängtem.

Unser aller Leben sind nicht sauber und ordentlich wie das Foto eines Wohnzimmers in
einem Immobilienprospekt. Wir nehmen uns Dinge vor, nehmen Jobs an, starten
Unternehmen, kaufen Autos und anderes Zeugs, pflanzen Blumen und Bäume, bauen
Häuser, lassen uns auf Beziehungen ein, beginnen Ehen. Und am Ende unserer Leben
sind wir ganz sicher längst nicht mit allem fertig geworden, was wir uns vorgenommen
haben.

Den Kern der Residenz bildet eine zweiwöchige Arbeitsphase und Wiederbegegnung mit
dem britischen Theaterregisseur Dan Jemmett, ein langjähriger Wegbegleiter Marc von
Hennings aus der gemeinsamen Zeit bei der Londoner Theatercompagnie
Primitive Science.

In der zweiwöchigen Recherche beschäftigen sich Meyer&Kowski unter dem Titel : All the
paintings in the world mit dem Werk des britischer Schriftstellers, Malers und
Kunstkritikers John Berger (1924 - 2017)



Read more: Janine Jembere und Gwen Rouger:
Residenz-Rückblick: Residenz: April/Mai 2018

Am 11. Mai 2018 um 20.00 Uhr präsentieren Janine Jembere und Gwen Rouger ihre Arbeit mit dem Titel "SKIN" im Fleetstreet-Theater.

"SKIN" ist eine Arbeit der Künstlerin Janine Jembere und der Musikerin Gwen Rouger. "SKIN" konfrontiert und verbindet fünf musikalische Stücke für eine Soloperformerin mit Videoarbeiten auf einer Membran, die zugleich Leinwand, Display und Grenze darstellt. Die Arbeit verweist auf mögliche Erweiterungen und Beschränkungen des Körpers - auf seine Stärke, Zerbrechlichkeit und Virtualität. "SKIN" stellt die einzelnen Stücke in einen neuen Zusammenhang und verwebt sie zu einer offenen Erzählung über Technologie, Identität und Emanzipation. 

Teaser: https://vimeo.com/238048466

Alvin Lucier - Music for Solo Performer (1965): solo for enormoursly amplified alpha-waves and percussion

Stefan Prins - Piano Hero 1 (2012): solo for midi-keyboard, live-video and live electronics

Sarah Nemtsov - Seven Thoughts - her kind (2018): for speaking keyboarder (sample keyboard with voice)

Neil Luck - 2018 (2016): solo for piano and tape

Michael Beil - Key Jack (2017): solo for live video and tape

Read more: Mara Oscar Cassiani
Residenz-Rückblick: März 2018

Am 27. und 28. März 2018, jeweils um 19.00 Uhr, zeigt die italienische Künstlerin und aktuelle Residentin, Mara Oscar Cassiani, im Fleetstreet-Theater, ihre Installation und Performance mit dem Titel "Global Bronze".

 

GLOBAL BRONZE
 
YOUR PERFECT MAKE UP BRAND FOR YOUR NEW FUTURE
COME TO VISIT US AND OUR NEW MAT “DESERTIFICATION”
#ENJOYDESERTIFICATION #GLOBALBRONZE #NEWMAT
 
FREE WORKOUT CLASS
 
END OF THE ANTHROPOCENE WESTERN SOCIETY IS IMMERSE IN THE GOLD TECHNOLOGY PARADISE . MEANWHILE , THE PLANET STARTED TO COLLAPSE TO OUR SOCIETY SYSTEM .
HUMANITY SEEMS TO BE TO IN THE BLIND MOOD OF ACCEPTANCE.
COULD WE CREATE A COSMETIC LINE CALLED “GLOBAL BRONZE” FOR THE WESTERN DESIRE OF TAKE SUN TILL THE END OF THE WORLD?
 
TAKE CARE OF YOUR LAST DAYS IN THE WORLD PROTECT YOUR SKIN TILL THE END.
COME TO VISIT THE NEXT OPEN STUDIO BY MARA OSCAR CASSIANI AT FLEETSTREET THEATRE
 
COMPOSED BY AN ART INSTALLATION AND A PERFORMANCE BY THE ARTIST
 
PERFORMING ACT: MARA OSCAR CASSIANI, MATILDE BASSETI
Read more: Sööt/Zeyringer
Residenz-Rückblick: Januar-Februar 2018

Running gag

Work-in-progress Showing von Tina Sööt und Dorothea Zeyringer

am 9. Februar 2018 um 18:00 Uhr im Fleetstreet Theater. 

Running gag hinterfragt Macht- und Geschlechterverhältnisse im Humor – wer darf eigentlich lustig sein und wer lacht über wen? Auf der Suche nach weiblichen Vorbildern in der Humorgeschichte behandeln Sööt/Zeyringer die Slapstickkomödien der 1910er Jahre und beleuchten Gender und Humor in einer Zeit, in der die Rolle der Frau große Veränderungen durchlebte.