Read more: Colectivo El trailer
Residenz-Rückblick: September 2021

Das Mädchen, das Dosen mit dem Mund öffnete

 

Aufführungstermin: 

Montag, 27. September

Uhrzeit: 19:30 Uhr

Wo: Fleetstreet-Theater, Hamburg

 

Performance über weibliche Körper, Migration und mediale Erfolgs- und Schönheitsideale

Dieses Performance-Projekt basiert auf den Migrationserfahrungen latein-amerikanischer Frauen, die in europäischen Großstädten leben, in diesem Fall in Hamburg und Barcelona. Dies ist nur ein Teil einer Reihe von Untersuchungen, die wir das "Colectivo El trailer" in verschiedenen europäischen Städten mit einem hohen Anteil an Migrantinnen durchgeführt haben und noch weiter durchführen werden.

Die Migrationserfahrung steht darin in engem Zusammenhang mit einem gewissen sozialen Druck, bestimmten Stereotypen von Schönheit und Erfolg zu entsprechen, die ein künstliches Ideal des "Weiblichen" konstruieren. Das Konzept wird als Zentrum unserer Bühnenforschung in Erscheinung treten und definiert den Geist der Performance, mit der wir diese Erkundungsphase in Hamburg abschließen werden.

Was bedeutet es, eine Frau zu sein, eine Migrantin, eine Frau im Spannungsfeld künstlicher Schönheitsideale? Wenn ein Körper nicht passt, ein Außenseiterkörper, ein fremder Körper, wie zieht dieser Körper diese Anpassungs- und Transformationskämpfe in einen neuen Kontext und setzt sie aus?

Wie bringt der weibliche Körper seine eigenen Widersprüche, Kämpfe, Wünsche und Frustrationen zum Ausdruck? Kann ein Körper ein Dokument der Geschichte sein, der anonymen und eigentümlichen individuellen Geschichten, die den Alltag in einer Stadt prägen?

Inspiriert von Ibsens und Elfriede Jelineks Nora bauen wir eine Allegorie, ein Alter Ego, eine Fiktion, die die Zeugnisse und Biografien unterschiedlicher Frauen kreuzt, die durch die Erfahrung der Migration und durch den Widerspruch zwischen ihren Körpern, die nicht auf „perfekt“ oder erfolgreich getrimmt sind und ihren Mikrorealitäten, die diese oft zerstörerische und verheerende Form bilden, verbunden sind.

Nora war die rebellische Hauptfigur des Theaterstücks von Ibsen "Ein Puppenheim".

Aber hier, heute, ist Nora nicht mehr diese Frau. Zumindest physisch. Das Auf und Ab ihres Körpergewichts, die emotionalen Ungleichgewichte, die durch das Ungleichgewicht mit dem Körper und die schwierige Migrationserfahrung hervorgerufen wurden: ein morbider Körper, ein Körper, der von der Kuh inspiriert wurde, ein Körper, der mit grünem Salat gefüttert wurde, um das Ideal zu erreichen. Ein Körper, der von der Macht der Medien, dem Patriarchat, der Begierde, der Mode und der Pornografie, dem neuen Kontext gezeichnet ist... All das hat ihre idyllische Vergangenheit in tausend Stücke zersprengt und lässt Nora heute aufstehen, um über sich selbst zu sprechen. Von der Stärke ihres jetzigen Körpers...

Konzept und Regie: Karina Pino und Alessandra Santiesteban (Collective The Trailer: https://colectivoeltrailer.wixsite.com/sitio-oficial?lang=en

Darsteller: Karina Pino

Text- und Bühnenkomposition: Karina Pino, Alessandra Santiesteban und Luis Ernesto Donas
Videos und Sound / Musikdesign: Pedro Ambrosoli

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Residenz-Rückblick: März 2021

Vasna Aguilar, Lea Burkhalter, Lukas Gander und Henri Hüster arbeiten während ihrer 1-monatigen Residenz im Fleetstreet an Theaterformen zwischen Schauspiel und Tanz.

Als „Alyx“ beschäftigen sie sich im Fleetstreet mit der Zukunft: Wenn es die Probleme, die wir haben nicht mehr gäbe, welche hätten wir dann? Ein an John Cassavetes erinnernder Regisseur arbeitet an einem Science-Fiction-Film. Ihn interessiert nicht die Technologie sondern die emotionale Verkümmerung der Menschen.

„Alyx“ landet als Agentin im Spezialauftrag aus der Vergangenheit auf dem Planeten Paradise und muss entdecken, dass die neurotischen Menschen nur noch über sich selbst reden. Ein Algorithmus soll unter dem Namen Porfirij Petrowitsch das Internet zu einem sicheren Ort machen.

Aus Texten von verschiedenen Autor*innen entsteht eine Collage aus Szenen, Situationen und Atmosphären zukünftiger Welten. Zukunftsentwürfe des letzten Jahrhunderts werden den bereits existierenden "Räumlichkeiten" des Internets kontrastierend gegenübergestellt. Sichtbares und Unsichtbares, Paralleles, Virtuelles, Materielles, Direktes und Indirektes soll sich auflösen zugunsten einer theatral-filmischen Struktur.

Read more: CLASS MATTERS
Residenz-Rückblick: Januar - Februar 2021

Künstlerische Recherche von Verena Brakonier In Zusammenarbeit mit Greta Granderath, Jivan Frenster u.a.

CLASS MATTERS ist eine künstlerische Recherche zum Thema Klassismus, der Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft oder der ökonomischen Position in der Gesellschaft. Klassismus ist, wie Rassismus und Sexismus, allgegenwärtig und die Corona-Krise hat soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit sichtbarer gemacht und verstärkt. In der zweimonatigen Residenz im Fleetstreet Theater arbeitet die Choreografin und Tänzerin Verena Brakonier mit der Theatermacherin und Autorin Greta Granderath, dem bildender Künstler Jivan Frenster und weiteren Gästen aus Kunst, Bildung und Aktivismus. CLASS MATTERS schafft spielerische Austauschformate und Privilegien-Checks, kapitalismuskritische Wellness-Momente und Gaming-Fun.

CLASS MATTERS lädt digital und gegebenenfalls vor Ort zu Austausch und Vernetzung ein: Fassade und Schaufenster des Fleetstreet Theaters, umgeben von Galerien, Edelboutiquen und -hotels, werden für Passant:innen installativ bespielt. Auf dem Blog www.classmatters-immernoch.de und dem Instagram-Kanal @classmatters_immernoch kann das Projekt mitverfolgt und mitgestaltet werden.

Die künstlerische Recherche CLASS MATTERS schafft Austausch und Aufmerksamkeit: Klassismus ist eine häufig übersehene Diskriminierungsform, die sich zum Beispiel gegen materiell arme, erwerbslose und wohnungslose Menschen oder gegen Arbeiter:innen(kinder) richtet. Auch im Theater- und Kunstbetrieb zeigt sich, wie soziale Herkunft und Kapital Zugang und Teilhabe ermöglichen oder verhindern - sei es im Kunst- oder Tanzstudium, bei der Karriereentwicklung oder auf Seiten des Publikums. Die Recherche CLASS MATTERS befragt, wie Klassismus auch in Kunst und Kultur praktiziert wird und wie sich dem künstlerisch entgegentreten lässt.

Die Fleetstreet Residenz ist die Fortsetzung der Recherche CLASS MATTERS (IMMER NOCH) von Verena Brakonier. Als Tänzerin, Tochter einer Bäckereifachverkäuferin und eines Automechanikers und als Klassismus-Betroffene nähert sie sich dem Thema körperlich, performativ und spielerisch.

 

ONLINE VERANSTALTUNGEN

Do, 14. Januar, 19.00 Uhr:

Buchvorstellung SOLIDARISCH GEGEN KLASSISMUS (Unrast Verlag, 2020) mit Francis Seeck und weitere Autor*innen. (Kostenlos, ZOOM Link wird vorab veröffentlicht auf: www.classmatters-immernoch.de und Facebook)

 

Fr, 15. Januar 17.00-20.00: 

Workshop KLASSISMUS IM KUNST- UND KULTURBETRIEB 

Kostenloser Workshop mit Francis Seeck, Kulturanthropolog*in, Geschlechterforscher*in und Antidiskriminierungstrainer*in. (Bereits ausgebucht! Warteliste und Interesse an einem zweiten Workshop, der für Februar angefragt ist: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

Di, 26. Januar & Di, 23. Februar, 19.00 Uhr:

ANONYME ARBEITER:INNENKINDER.
Austausch und Vernetzungstreffen für Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen, die von Klassismus betroffen waren oder sind. (Ort und Zeit oder ZOOM Link wird vorab veröffentlicht auf: www.classmatters-immernoch.de oder können per Email erfragt werden: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

INFOS // TERMINE // UPDATES:
www.classmatters-immernoch.de
@classmatters_immernoch
www.facebook.com/fleetstreethamburg/

 

CLASS MATTERS ist eine Produktion von Verena Brakonier, gefördert vom Fleetstreet Theater Hamburg, der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, der Hamburgischen Kulturstiftung und der Rudolf Augstein Stiftung. Das Projekt basiert auf der Recherche CLASS MATTERS (IMMER NOCH), gefördert von der Hamburgischen Kulturstiftung und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

 

PRESSE: DIE ZEIT

Klassismus in der Kunstszene

https://www.zeit.de/hamburg/2021-04/klassismus-kunstszene-bildungsbuergertum-verena-brakonier-francis-seeck?fbclid=IwAR1HsAHNRcF3WAGs5SGVVR9IQpUslZbH_U27LtpAZMlGjpfZu560c05gddA

 

 

Read more: Katharina Duve
Residenz-Rückblick: Oktober - Dezember 2020

ANEIGNUNG // PAROLE // TARNUNG - Kleidung als politische Performance

Textilien verbergen und präsentieren zugleich und werden so auf unserem Körper zu Screens, die im öffentlichen Raum, bei Demonstrationen, in den sozialen Netzwerken, auf Fotos, dem Laufsteg oder bei Performances Parolen, Wertesysteme, Abgrenzung oder Zugehörigkeit senden. Welche historischen und zeitgenössischen Strategien gibt es im Spiel von Aneignung und Tarnung in der Pop- und Hochkultur zum Zwecke der Selbstermächtigung und wie wird Kleidung dabei zum Interface?

Im Rahmen ihres zweimonatigen Residenz-Stipendiums, lädt Katharina Duve Künstler:innen, Wissenschaftler:innen, Theoretiker:innen und Passant:innen zur kollektiven Recherche in das Fleetstreet Theater ein, um diesen Fragen nachzugehen und mit Mitteln der künstlerischen Forschung zu erproben. Das Fleetstreet Theater wächst so zum begehbaren Archiv und ermöglicht, unter Einhaltung der Corona-Hygeneregeln, Veranstaltungen und Austausch.

Der Raum ist für einzelne Besucher*innen nach Terminvereinbarung geöffnet und es finden weiterhin Aktionen statt.

Einzel-Termine nach Vereinbarung unter: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Programm unter: https://www.facebook.com/fleetstreethamburg

 

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Residenz-Rückblick: September - Oktober 2020

Auf einem Handybildschirm erscheint die Gestalt eines jungen Mannes. Er steht an eine Wand gelehnt, Blick in die Kamera. Die Zigarette hängt lässig im rechten Mundwinkel, die linke Hand ist locker in die Jacke seiner Marine-Uniform geschoben.


Ein Schwarz-Weiß-Foto auf einem iPhone, abfotografiert aus dem Familienalbum. Ein Foto, das einen Großvater zeigt, etwa in dem Alter des Enkels jetzt. Dennis Dieter Kopp hat seinen Großvater nie kennengelernt. Die familiäre Überlieferung fußt auf einigen Fotos und fragmentarischen Erzählungen. Er war Röntgenassistent, liebte Autos, hatte eine Affäre mit seiner Sekretärin – und eine Karriere in der nationalsozialistischen Kriegsmarine. In den vorhandenen Fotos ist Kopps Großvater zu einer Ansammlung ewiger Posen erstarrt. In „Opa war Nazi“ forschen wir, ausgehend von der familiären Leerstelle, an einer Männerfantasie. Durch Versuche der Übernahme, Subvertierung und Ver-Queerung befragen wir die Posen eines Mannes – und mit ihm und durch ihn eine ganze Generation von Männern, die unsere Gesellschaft, unsere Geschichte und unsere Beziehung zu uns selbst gravierend geprägt, für immer pervertiert und viel zu lange beherrscht haben. Ziel der Residenz ist das Erarbeiten eines performativen Comic-Familienalbums, in dem wir die Bilder auseinandernehmen und in ihren einzelnen Teilen hinterfragen.

Die Performance „Opa war Nazi“ ist eine interdisziplinäre Kollaboration von Denis Dieter Kopp (Performance, Text), Nora Schön (Bühnenbild/ grafische Gestaltung/Text), Angela Queins (Kostümbild/Text), Marie Simons (Text/ Outside-Eye)

Read more: my naked house
Residenz-Rückblick: September 2020

„my naked house“

Wort.Bild.Klang.Gewächse aus der Fleetstreet-Residenz
Ein Projekt von Sasha Rau, Erich Goldmann und Michael Strohmann _ featuring Josefine Israel & Rico Mynthen.

Während unserer Residenz, haben wir uns vom Fleetstreet-Gebäude inspirieren lassen. Sasha Rau schrieb eine Art Tagebuch, voller Aussagen, Lügen, Selbstgespräche, Fantasien und Detailbeschreibungen, das an Erich Goldmann‘s Photos/Filme und an Michael Strohmann‘s bisher unhörbare Soundlandschaften aus der Fleetstreet, andockt.

Am 2. September verdunkeln wir das Fleetstreet Theater zu unserem „my naked house“. Wir zeigen unsere Wort.Bild.Klang.Gewächse: quadrophonisch, filmisch und als Lesung für jeweils 6 Besucher. Hygienemaßnahmen sind vorgesehen.

Bitte registriert euch per E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., oder This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.. Bringt Eure Maske mit. Wir freuen uns euch zu sehen ;-)

Texte: Sasha Rau (D), Klang Landschaften: Michael Strohmann (AT), Filme: Erich Goldmann (AT). Es performen Sasha Rau / Josefine Israel (D) und aus dem Gesichtsautomaten rockt Rico Mynthen (AT).

 

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Residenz-Rückblick: August 2020

„4589- 945 Tage in Auschwitz“ ist eine audiovisuelle Installation der in Vergessenheit geratenen Berichte von Witold Pilecki. Es ist der einzig bekannte Fall eines Menschen, der freiwillig nach Auschwitz ging. Er arbeitete für den polnischen Geheimdienst und die Alliierten und sammelte über 3 Jahre Berichte über das KZ-Auschwitz und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Zudem versuchte er während der Zeit seiner Gefangenschaft von Innen ein Netzwerk des Widerstandes aufzubauen. Nach seiner spektakulären Flucht 1943, übermittelte er seine Aufzeichnung den Alliierten, jedoch wurden seine Berichte während des Krieges nicht ernst genommen. Im Jahre 1948 wurde er als Landesverräter in Polen angeklagt und nach einem Schauprozess erschossen.


Die Pilecki-Berichte werfen ein neues Licht auf die Zustände in Auschwitz und erzählen auf beeindruckende Art und Weise über den Alltag und Widerstand gegen die Machthaber im Lager. Der perfide Vernichtungsapparat der Nationalsozialisten hat es geschafft, die Opfer zu entmenschlichen. Nun ist es unsere Aufgabe, über die Schicksale der Opfer zu erzählen, da ein Vergessen, ihre zweite Entmenschlichung wäre.

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Residenz-Rückblick: Mai - Juli 2020

One’s Company, Two’s A Crowd, Six Is A Party.

Unter dem Titel 'One’s Company, Two’s A Crowd, Six Is A Party' laden Annika Kahrs und Nguyen Phuong-Dan sechs internationale künstlerische Positionen aus den Bereichen Tanz, Literatur, Bildende Kunst und Musik zu einer jeweils 10-tägigen Residency ein. Den KünstlerInnen wird während des Aufenthalts ermöglicht, frei und ohne bestimmte Vorgaben, ihrer Arbeit nachzugehen. Sobald öffentliche Veranstaltungen wieder möglich sind, wird es ein Programm mit allen Beteiligten geben. Die Termine werden auf dieser Website sowie über den Newsletter des Fleetstreet Theaters bekannt gegeben.

Eingeladen sind die MusikerInnen Jessica Ekomane und Frieder Butzmann, die Künstlergruppe Shroom!, bestehend aus Gesa Troch, Saskia Senge und Marvin Moïses Almaraz Dosal, die Bildende Künstlerin Annika Kahrs, die Autorin Merle Kröger sowie die Choreografin und Tänzerin Lina Gómez. Erfahren Sie mehr über die Künstler auf der folgenden Seite.

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Residenz-Rückblick: Januar - Februar 2020

APOCALYPSE NEVER! Unter diesem Motto steht die Residenz der Performancegruppe virtuellestheater, die das Fleetstreet Theater zu ihrer Forschungsbasis erklärt. Untersucht werden Weltuntergangsszenarien, die durch die Köpfe der westlichen Welt geistern, aber auch all jene, die sich dagegen wappnen: Prepper, Verschwörungstheoretiker*innen und Survival-Fanatics.

virtuellestheater hat sich 2015 gegründet. Durch die Verwendung nichtlinearer Erzählformen, digitaler Medien und neuer Technik entstehen spekulative Performance-Installationen für ein gutes Leben und eine bessere Zukunft.

Termine:

18.1.2020 --- 19:30 Uhr
Apocalypse Never: Prepping of the Prepping
Vorstellung der Gruppe und Arbeitsweise.
Erste Entwürfe und Resultate zum Anfassen, Hören und Sehen.
Mit Drinks und Musik

30.1.2020 --- 19:30 Uhr

Apocalypse Never: Prepping for Beginners
Arbeitsstände und Zwischenergebnisse
Mit Drinks und Musik

7.2.2020 --- 19:30 Uhr (ACHTUNG DIESER TERMIN ENTFÄLLT LEIDER !!)

Apocalypse Never: Ultimate Doomsday Prepping
Arbeitsstände und Zwischenergebnisse
Mit Drinks und Musik

21.2.2020 --- 19:30 Uhr - late


22.3.2020 --- 16:00 Uhr - late


23.3.2020 --- 16:00 Uhr - late

Apocalypse Never: The Apocalypse
Werkschau und Ausstellung der Rechercheergebnisse
Screenings, Performances, Installation
Mit Drinks und anschließender Party

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Residenz-Rückblick: Oktober - Dezember 2019

INTERSTATION—Chapter 4

13 Year Cicada und plastiq laden zum 4. und vorläufig letzten Kapitel der musikalischen Installation ‚Interstation‘ im Fleetstreet Theater am Samstag, den 14. Dezember um 20:00 Uhr (Start) ein. Im Anschluss wigglen wir zu Vinyl von DJ BLOCKO.

Interstation—‚Escape from Mars‘

"ICH MACHE DIE AUGEN WIEDER auf und höre, wie ich schneller atme. Alles schwebt still.
Der Versuch hat bereits begonnen. Die versalzenen Tränen des Critter zeichnen grün schimmernde Kanäle in die Haut des Roten Planeten.
Je trauriger ich wurde, umso mehr fühlte ich mich nach Aufbruch.
Auch Babas Lider wollten sich nicht mehr schließen. Es waren Standbilder von Augen.

HOTTI, PHILIP und ZOOEY spiele Bass, Schlagzeug und Synthesizer/Stimme. Sie mögen Bandproben, die morgens beginnen und nachts enden. Sie mögen Rhythmen, die so schwer zu erinnern sind, dass alle in einen Zustand ohne Anfang und Ende kommen.
13 Year Cicada und plastiq haben sich ein Aufnahmestudio eingerichtet im Fleetstreet Theater, und oder aber es macht wirklich Sinn, das live zu sehen.

Teaser von Alexander Merbeth ... bei Vimeo
13 Year Cicada ... 13yearcicada.org
plastiq ... plastiq.one

Read more: Szenische Lesung
Residenz-Rückblick: 18. Juni 2019 um 19.00 Uhr im Fleetstreet-Theater

Das Stück, das aus der Historie radikaler Texte der Anti-Psychiatrie-Bewegung hervorgeht, ist eine Umkehrung des üblichen Machtverhältnisses zwischen Psychiatern und ihren Patienten. Hier sind es die Patienten, die die Psychologie ihrer Psychiater analysieren und ein dunkles und ethnologisch noch wenig erforschtes Gebiet beleuchten.
Verschiedene Künstler und Schriftsteller, die die Psychiatrie erfahren haben, teilen ihre persönlichen Fazits über ihre Psychiater mit und drücken gleichzeitig ihre politischen Forderungen und Bedenken gegenüber der Gesellschaft als Ganze aus.

Mit Referenzen zu Schriften über Psychiater von u. A. Aby Warburg, Dietmar Kamper, Otto E. Rössler, Antonin Artaud, das Sozialistische Patientenkollektiv, Jean-Paul Sartre, Rainald Götz, Ernst Herbeck, Kate Millett, Rolf Dieter Brinkmann, Richard Sennett, Jürgen Habermas, Eva Illouz und Luise Boege, ist der Text eine Mischung aus anonymen Patienten-Aussagen sowie essayistischen und fiktiven Erzählungen.

Ausschnitt:
„Meine Psychiaterin und ich teilten keinen Blick. Sie wirkte wie eine nicht angeknipste Glühbirne. Auskennerisch, ohne etwas verstanden zu haben. Sie sagte immer wieder, „wie Sie verstehen, wie Sie sicherlich verstehen können“. Sie war total professionell deformiert. Irgendwie nur halb geboren.“